Alt-Text
Start > News

16. März 2010 | News München | weiterempfehlen >

Vom Printprofi zur Screendesignerin mit CMS-Ambitionen: Für Marina Meißner öffnete sich eine Tür zur Online-Welt und damit eine neue berufliche Karriere.

 

Marina Meißner

Marina Meißner ist ein Printprofi. Nach ihrer Ausbildung zur Grafikerin an der Berufsfachschule für Grafik & Werbung arbeitete sie seit 2003 in verschiedenen Agenturen im Printbereich. Der Nonprintbereich war für sie allerdings ein Buch mit Sieben Siegeln. Das Wissen rund ums Internet war nicht Teil ihrer damaligen Ausbildung und diese Lücke wollte sie schließen.
 
Im Frühjahr 2008 begann Frau Meißner bei der Macromedia Akademie der Medien eine Weiterbildung zur Online-Entwicklerin und wurde kurz nach Abschluss der Schulung in einer Online-Werbeagentur fest angestellt mit den Hauptaufgabenbereichen Web-Shops, E-Learning-Plattformen und "normalen" Internetseiten mit Chats und Foren. "Die Arbeitsstelle ist super und ohne diese Weiterbildung hätte ich sie nie bekommen", freut sich Frau Meißner heute.
 
Wir freuen uns natürlich ebenfalls sehr über diesen gelungenen Einstieg in die Online-Welt und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihren ambitionierten Aufgaben.


Sie sind, bevor Sie zur Macromedia Akademie gekommen sind, bereits beruflich erfolgreich gewesen. Wie sah Ihre vorherige Laufbahn aus und was hat Sie zu dieser Weiterbildung bewogen?

Ich komme ursprünglich aus dem Printbereich, habe immer in kleinen Fullservice-Agenturen gearbeitet und dort Verpackungen, Geschäftsdrucksachen, Broschüren, Flyer & Folder, Give-Aways und mehr entwickelt. In diesem Bereich habe ich sehr gerne und erfolgreich gearbeitet, doch entwickelte ich mit der Zeit großes Interesse an der Online-Welt. Das führte schlussendlich auch dazu, dass ich mich zur Weiterbildung zur Online-Entwicklerin anmeldete. Ich wollte etwas Neues lernen und meine Professionalität auch in diesem Bereich unter Beweis stellen.


Wie haben Sie die Zeit in der Schulung zur Online-Entwicklerin empfunden? Sind Ihre Erwartungen erfüllt worden?

Anfangs war ich begeistert, da hier viele Menschen unterschiedlicher Berufsgruppen mit dem selben neuen Ziel aufeinander treffen. Da war eine unheimliche Dynamik in der Gruppe - jeder war wissbegierig und strebte ein neues Kapitel in seinem Berufsleben an. Allerdings wurde meine Begeisterung etwas getrübt, da genau das auch vorhersehbare Probleme mit sich brachte: Die unterschiedlichen Wissensstände der einzelnen Personen mussten erst auf ein Niveau gebracht werden. Aber das meisterten wir alle zusammen. Die Gemeinschaft half sich gegenseitig; was der eine schon kannte, hat er dem anderen z.B. in den Übungseinheiten gezeigt. So ergänzte man sich und es entstanden untereinander sogar Freundschaften. Mit einigen Leuten von damals halte ich nach wie vor E-Mail-Kontakt und es ist erstaunlich, wohin es auch die anderen Dank der Weiterbildung verschlagen hat.


Wie sahen Ihre ersten Schritte nach der Schulung aus?

Die Web-Site, die ich an der Macromedia angefangen hatte, habe ich fertig gestellt. Da wir von unseren Ausbildungsleitern Buch- und Surftipps bekommen hatten, konnte ich hier noch viel zusätzlich lernen! Ich habe mich nach der Weiterbildung noch intensiv mit dem Thema HTML und CSS auseinander gesetzt und angefangen, den Code von Hand zu schreiben statt mit Dreamweaver zu arbeiten. Denn schnell stellte ich fest, dass der Code oftmals nicht so sauber umgesetzt war, wie man das beim "Zusammenklicken" mit dem Programm hätte erwarten können.
Inzwischen arbeite ich ausschließlich mit einem HTML-Editor, da ich hier schneller zu einem sauberen Ergebnis komme.


Sie haben ja relativ bald danach eine Position bei der Schukai GmbH in Landsberied angenommen. Wie ist es zu dieser Position gekommen?

Mein neu erlangtes Wissen öffnete mir beruflich gesehen die Tür zur Online-Welt. Mit der vorhin erwähnten Internetseite konnte ich - trotz fehlender Berufserfahrung - einen guten Eindruck hinterlassen. Diese wurde nach dem Bewerbungsgespräch unter die Lupe genommen und der Code (HTML und CSS) sowie das Design bewertet.


Inzwischen haben Sie sich ja fest im neuen Arbeitsbereich etabliert. Welche Fähigkeiten und Skills sind für Ihre Tätigkeit besonders wichtig?

HTML mit CSS und Photoshop. Das ist meine Hauptarbeit: Ich bekomme ein Screendesign. Nach Sichtung des Designs wird die Umsetzung im HTML-Code geplant, das Design so aufgesplittet, dass die Umsetzung in divs möglich wird. Danach erstelle ich die benötigten Grafiken und Bausteine. Mit einem HTML-Editor schreibe ich schließlich den Code und baue mit CSS die Grafiken ein.
Wenn das Code-Grundgerüst steht, wird die Seite auf allen Browsern überprüft. Und damit meine ich auch wirklich ALLE Browser. An der Macromedia hatte ich nie etwas von "Browser-Bugs" gehört. Somit verbringe ich einige Zeit mit Recherche und finde schlussendlich Lösungen für meine Probleme im WWW. Nach der Prüfung wird dann der Shop oder die Internetseite umgesetzt mit dem hauseigenen Content Management System.


Online-Medien sind ja die am stärksten von Wandel und technischer Weiterentwicklung betroffenen Medien. Welche Auswirkung hat das auf Sie?

Zu meinen Tätigkeiten zähle ich das Erstellen von Screendesigns, Grafiken (Buttons oder andere grafische Elemente einer Website), CSS und HTML-Schreiben sowie Browseranpassungen. Ab und zu muss ich für neu erschienene Browserversionen neue Eigenheiten des einzelnen Browsers finden und (wenn nötig) für das Design fixen. Man lernt jeden Tag dazu. Das ist das Schöne daran!


Was möchten Sie Menschen, die sich beruflich weiterentwickeln möchten, aus Ihrer jetzigen Sicht mit auf den Weg geben?

Die Macromedia Akademie war ein super Start in die neue Berufswelt! Allerdings benötigt man auch danach noch viel Eigeninitiative und Lust am Weiterlernen. Man lernt nie aus und ist auch nach der Weiterbildung weit davon entfernt ein Alleskönner zu sein. Hier wird ein Grundstock gelegt, der erst mit Eigeninitiative und beruflicher Erfahrung langsam ausgebaut wird.


Welche Entwicklungen wünschen Sie sich selbst für die Zukunft?
 
Mein neues Ziel ist es, für unser hauseigenes Content Management System neue Plugins zu schreiben oder bereits vorhandene weiter zu entwickeln.

Wir bedanken uns für das Interview!

Adelheid Braemer, Bildungsberatung